OHNE ISLAM KEIN ISLAMISMUS, KEIN ISLAMISCHER STAAT, KEIN „BOKO HARAM“, KEINE TALIBAN, KEINE DSCHIHADISTISCHEN TERRORISTEN

Auf die islamistischen Terroranschläge gab es die üblichen Reflexe. Muslime betonen, das habe mit dem wahren Islam nichts zu tun, der Islam sei eine Religion des Friedens. Parteipolitiker, sogar der Innenminister und der Justizminister und Vertreter der Kirche. erklären, das alles habe mit dem Islam nichts zu tun. Angesichts der weltweiten Wirklichkeit durch islamistische, barbarische  Gewaltherrschaft, der Verhinderung von Religionsfreiheit und Verfolgung von Christen in fast allen islamisch geprägten Staaten muss hier widersprochen werden.

Es gehört zur intellektuellen Redlichkeit, feststellen zu müssen: Ohne Islam kein Islamismus, kein Islamischer Staat, kein „Boko Haram“, keine Taliban, keine Terror ausübenden Dschihadisten, die ein Blutbad im Namen Allahs  anrichten mit dem islamischen Glaubenskenntnis auf den Lippen und der Kalaschnikow in den Händen. Diese Schrecken und Angst verbreitende Form ist unzweifelhaft eine Spielart des Islam. Auch sie speist sich aus dem Koran und theologischer Anleitung aus der Moschee. Auch die Benachteiligung und Verfolgung von Christen in islamisch geprägten Ländern und die Verweigerung von Religionsfreiheit  gehören dazu. Dieses festzustellen hat mit Rassismus, Fremdenhass genauso wenig zu tun, wie die Behauptung, man wolle alle Muslime unter  Generalverdacht   stellen.

Alle nichtislamistischen Muslime und Imame müssen sich fragen lassen, warum ihre Religion so viel Gewalt, Angst und Schrecken verbreitet, so vieles hervorbringt, was dem vermeintlich „wahren Islam“ widerspricht, warum Menschen unter Berufung auf den Koran und den Propheten Mohamed morden. Hier sind die friedfertigen Muslime und die geistlichen Leiter des Islam stärker als bisher gefordert, demonstrativ, nachhaltig und aktiv sich von der Terror und Gewalt verbreitenden Spielart des Islam zu distanzieren, Religionsfreiheit in Geltung zu bringen!

Warum bekennende Christen nicht Charlie sind

Charlie steht für ein Satiremagazin, das regelmäßig das, was den Religionen heilig ist, mit Spott und Häme versieht, Blasphemie betreibt. Dies kann niemals Terror und Gewalt rechtfertigen! Dennoch wird man sich fragen müssen, inwieweit hier Presse- und Meinungsfreiheit ihre Grenzen überschreiten. Wenn Blasphemie Ausdruck von Freiheit sein soll, stellt sich die Frage nach einer Freiheitsethik. Ist eine Freiheit ethisch vertretbar, die ganz bewusst die religiösen Gefühle von Gläubigen verletzt, das was ihnen heilig ist? Wie steht es um deren Würde? Wenn die Würde des Menschen nach unserem Grundgesetz unantastbar ist, sollte sich auch das Freiheitsverständnis in Verantwortung daran messen lassen. Freiheit har ihre Grenze dort, wo bewusst die Würde des anderen herabgesetzt wird und er in seinem Innersten verletzt wird. Darum können bekennende Christen bei aller Verachtung von Terror und Gewalt nicht sagen: Ich bin Charlie.

Der Islam gehört nicht zu Deutschland

Wenn die Bundeskanzlerin und viele andere meinen, „Der Islam gehört zu Deutschland“, dann muss dem widersprochen werden. Deutschland ist in seiner Kultur, seinem Menschenbild und seiner Rechtsprechung geprägt durch den christlichen Glauben, durch christlich-jüdische Wurzeln. Die Identität Deutschlands wird nicht durch den Islam bestimmt. Angesichts des Islamismus, der Spielart des Terror und Gewalt praktizierenden Islams, des Islams, der Christen verfolgt und Religionsfreiheit verweigert, der die Rechte von Frauen unterdrückt, ist zu fragen: Welcher Islam gehört denn zu Deutschland? Ist die Integration der Muslime in unsere Gesellschaft wirklich befriedigend gelungen? Wie stehen hier Wunschdenken und Realität zueinander? Nicht der Islam, aber Muslime gehören zu Deutschland. Der notwendige, kritische christlich-islamische Dialog gewinnt angesichts der Herausforderungen unserer Tage verstärkte an Bedeutung. Schließlich soll es doch um ein gutes Miteinander zwischen Muslimen und Christen gehen.

Pastor Ulrich Rüß, Hamburg
1. Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordkirche