KLARES JA ZUR LUTHERISCHEN KIRCHE

Haben in unserer Zeit der Globalisierung Konfessionen überhaupt noch eine Berechtigung? So gibt es beispielsweise weltweit unzählige  Kirchen mit der Bezeichnung „evangelisch“, die sich aber in der Lehre und im Erscheinungsbild erheblich voneinander unterscheiden. Teilweise scheinen diese innerevangelischen Lehrunterschiede stärker als z. B. zwischen ev.-luth. Kirche und der röm.-kath. Kirche. Evangelisch ist nicht gleich evangelisch.

Wir leben in einer Zeit, wo Unterschiede in Bekenntnis und Lehre weitgehend unbekannt sind, relativiert, für überwunden erklärt werden, ohne sich auf die Frage nach der Wahrheit des Glaubens ernsthaft und ausgiebig immer wieder neu einzulassen.

LANDESSYNODE BESCHLIESST UMSTRITTENES PFARRERDIENSTGESETZ UND ERMÖGLICHT HOMOSEXUELLE PAARE IM PFARRHAUS

Statt biblischen Normen Anpassung an Mainstream und Zeitgeist

Die Landessynode hat das umstrittene Pfarrerdienstrecht der EKD beschlossen, wonach homosexuelle Paare im Pfarrhaus zusammenleben dürfen. Die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland hält diesen Beschluss für schrift- und bekenntniswidrig. Statt sich in ethischen Fragen von biblischen Normen leiten zu lassen, macht man sich zum Verstärker und Claqueur  eines Meinungsstroms, des Zeitgeistes und der Genderismus-Idelogie. Kennzeichen einer tiefen Glaubenskrise innerhalb der Kirche.

AKTIVE STERBEHILFE FÜR KINDER – IM HÖCHSTEN MASSE ALARMIEREN

Der vom belgischen Parlament verabschiedete Beschluss zur aktiven Sterbehilfe für Kinder ist für die zivilisierte Gesellschaft, aber erst recht für jeden Christen im höchsten Maße alarmierend. Es ist ethisch nicht zu verantworten, wenn sterbenskranke Kinder auf eigenen Wunsch getötet werden dürfen. Das Leben gehört von Anfang bis Ende Gott. Daher hat der Mensch nicht das Recht, das eigene Leben oder das Leben von sterbenskranken Erwachsen und Kindern zu töten, zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe und weitergehender Patiententötungen auch bei Kindern.

WEIHNACHTEN GEGEN ALLE VERNUNFT

Gott ist Gott und Mensch ist Mensch. Himmel ist Himmel und Erde ist Erde. Eine unüberbrückbare Trennung?

Weihnachten heißt: Gott wird Mensch, der Himmel kommt auf die Erde. Die größtmögliche Trennung ist aufgehoben. Sie gilt nicht mehr absolut. Das ist die alles Denken übersteigende Botschaft von der Geburt Jesu Christi im Stall zu Bethlehem. „Empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“, wie es im Credo heißt. Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch. Die Brücke für uns Menschen zu Gott und dem Himmel. Jesus Christus- eine Brücke, die alles Trennende überwindet: Sünde, Schuld, Tod und Teufel. Die Engel als Boten des Himmels bezeugen am besten, was Weihnachten bedeutet: „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr…“  Und der Apostel Paulus beschreibt es so: „Der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.“ (1 Kor 1)  

„MAN MUSS SICH SEINER KIRCHE SCHÄMEN“

Neumünster (idea) – „Man muss sich seiner Kirche schämen.“ Mit diesen Worten hat der evangelische Theologieprofessor Ulrich Eibach (Bonn) bei der Herbsttagung der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der „Nordkirche“ Kritik am EKD-Familienpapier geübt. Die im Juni veröffentlichte „Orientierungshilfe“ rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und sogenannte „Flickenteppich-Familien“ einschließt.

ABSCHIED VOM BIBLISCH-CHRISTLICHEN EHEVERSTÄNDNIS

Die Orientierungshilfe der EKD zum Thema Familie „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ räumt gründlich mit den an Bibel und Bekenntnis orientierten Vorstellungen von Ehe und Familie auf. Sie markiert einen Bruch zu älteren Orientierungshilfen der EKD, einen Bruch mit eindeutigen Bibel- und Bekenntnisaussagen und stellt sich zu ihnen in Widerspruch.

Der Ausgangspunkt der sogenannten Orientierungshilfe ist ein gesellschaftspolitischer und kein biblisch-geistlicher. Freiheit und Gleichheit werden hier nicht biblisch-theologisch im Verständnis der Reformation, sondern im Sinne einer modernen Gesellschaft gedacht.  Ehe und Familie im herkömmlichen Sinn genießen kein Privileg mehr.