Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland

Aktive Sterbehilfe für Kinder – im höchsten Maße alarmierend

Der vom belgischen Parlament verabschiedete Beschluss zur aktiven Sterbehilfe für Kinder ist für die zivilisierte Gesellschaft, aber erst recht für jeden Christen im höchsten Maße alarmierend. Es ist ethisch nicht zu verantworten, wenn sterbenskranke Kinder auf eigenen Wunsch getötet werden dürfen. Das Leben gehört von Anfang bis Ende Gott. Daher hat der Mensch nicht das Recht, das eigene Leben oder das Leben von sterbenskranken Erwachsen und Kindern zu töten, zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe und weitergehender Patiententötungen auch bei Kindern.

Dieses Euthanasiegesetz für Minderjährige hat negative Signalwirkung für ganz Europa. Belgien verabschiedet sich mit diesem Beschluss von den gemeinsamen humanitären und christlichen Werten.  Einer Kultur des Tötens sterbenskranker Kinder muss deutlich entgegen getreten werden. Ein würdiger Tod für Kinder hat mit liebevoller Pflege, mit Hilfe gegen Schmerzen und Ängste, dem Einsatz von Palliativmedizin, mit menschlicher und seelsorgerlicher Begleitung zu tun. Für Christen bekommt hier das Gebet und die Bezeugung der Hoffnung des ewigen Lebens einen besonders hohen Stellenwert.

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften distanziert sich von diesem Beschluss des belgischen Parlamentes und fordert König Philippe von Belgien auf, dieses Gesetz nicht zu unterschreiben.

Pastor Ulrich Rüß

WEIHNACHTEN GEGEN ALLE VERNUNFT

Gott ist Gott und Mensch ist Mensch. Himmel ist Himmel und Erde ist Erde. Eine unüberbrückbare Trennung?

Weihnachten heißt: Gott wird Mensch, der Himmel kommt auf die Erde. Die größtmögliche Trennung ist aufgehoben. Sie gilt nicht mehr absolut. Das ist die alles Denken übersteigende Botschaft von der Geburt Jesu Christi im Stall zu Bethlehem. „Empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“, wie es im Credo heißt. Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch. Die Brücke für uns Menschen zu Gott und dem Himmel. Jesus Christus- eine Brücke, die alles Trennende überwindet: Sünde, Schuld, Tod und Teufel. Die Engel als Boten des Himmels bezeugen am besten, was Weihnachten bedeutet: „Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr…“  Und der Apostel Paulus beschreibt es so: „Der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.“ (1 Kor 1)  

Weihnachten wäre nicht Weihnachten, wenn Jesus lediglich ein Prophet, eine charismatische Erscheinung, ein Moralprediger, Humanist oder ein Weltverbesserer gewesen wäre, einer, der sich in erster Linie um soziale Missstände, Ungerechtigkeiten, Bewahrung der Schöpfung und Frieden gekümmert hätte.

Mit der Geburt Jesu verbinden wir sein Wirken zum Heil der Welt, eben jene Brücke zu Gott und Himmel, die durch sein Kreuz und seine Auferstehung möglich wurde. Alles uns von Gott Trennende nahm er auf sich. So singen wir: „Christ, der Retter ist da.“

Für das menschliche Denken ist das möglicherweise ein Skandal. Aber für uns Christen das größte Geheimnis und die größtmögliche Freude. Lauter Liebe! Das Ende aller endgültigen Trennung von Gott und Himmel.

Gerhardt Tersteegen (1731) drückt es in seinem Lied „Jauchzet ihr Himmel…“  (EG 41, 4+7) so aus: „Gott ist im Fleische: wer kann das Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zusehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen.“ „Süßer Immanuell, werd auch in mir nun geboren, komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren! Wohne in mir, mach mich ganz eines mit dir, der du mich liebend erkoren.“

Die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis wünscht Ihnen ein von der Christusfreude geprägtes Fest und ein gutes und gesegnetes Jahr 2014!

Pastor Ulrich Rüß

„Man muss sich seiner Kirche schämen“

Theologieprofessor Eibach kritisiert EKD-Familienpapier

Neumünster (idea) – „Man muss sich seiner Kirche schämen.“ Mit diesen Worten hat der evangelische Theologieprofessor Ulrich Eibach (Bonn) bei der Herbsttagung der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der „Nordkirche“ Kritik am EKD-Familienpapier geübt. Die im Juni veröffentlichte „Orientierungshilfe“ rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und sogenannte „Flickenteppich-Familien“ einschließt. Wie Eibach am 16. November vor etwa 100 Tagungsteilnehmern in Neumünster sagte, sei die evangelische Kirche zutiefst von der Säkularisierung erfasst: „Die herrschenden gesellschaftlichen Kräfte und die herrschende Lebensanschauung beeinflussen die Kirche und nicht umgekehrt. Man will bei den Menschen ankommen, auch um den Preis des Verlustes der biblischen Norm.“ Wer sich dem Zeitgeist nicht beuge, gelte als Außenseiter und werde innerkirchlich diskriminiert. Das jeweils eigene Interesse gelte als Kriterium für die Bibelauslegung. Unverkennbar sei beim EKD-Familienpapier der Einfluss der sogenannten Gender-Ideologie, nach der jeder sein Geschlecht selbst wählen und wechseln könne. Der Theologieprofessor forderte, am christlich-biblischen Ehe- und Familienverständnis festzuhalten.

Orientierungshilfe forciert Desorientierung

Die EKD steht zu den gesellschaftlichen Aussagen des Papiers, hat aber ihre Kammer für Theologie mit einer Ergänzung beauftragt. Doch für den Vorsitzenden der theologisch konservativen Sammlung, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), reicht dies angesichts der massiven Kritik nicht aus. Die Orientierungshilfe forciere die kirchliche Desorientierung. Unabhängig vom theologischen Teil sei es „vom Geist der unbiblischen Gender-Ideologie durchzogen“. Daher eigne sich die Erklärung auch nicht als Diskussionsgrundlage für die Gemeinden. Zudem erschwere das Papier die ökumenischen Beziehungen.

Jeden Sonntag Fürbitte für verfolgte Christen

In seinem Bericht ging Rüß auch auf die zunehmende Bedrohung und Verfolgung von Christen in vielen Ländern ein. Dieses Thema war bei einem Kongress vom 10. bis 13. November in Schwäbisch Gmünd behandelt worden. Einstimmig wurde auf der Tagung der Sammlung eine Bitte an die Leitung der „Nordkirche“ verabschiedet. Sie soll dafür Sorge tragen, „dass angesichts weltweit zunehmender Bedrohung und Verfolgung von Christen diese Thematik regelmäßig in Kirchengemeinderäten und Synoden behandelt und der verfolgten Christen sonntäglich in den Gottesdiensten fürbittend gedacht wird“.

aus „idea“

ABSCHIED VOM BIBLISCH-CHRISTLICHEN EHEVERSTÄNDNIS

Die Orientierungshilfe der EKD zum Thema Familie „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ räumt gründlich mit den an Bibel und Bekenntnis orientierten Vorstellungen von Ehe und Familie auf. Sie markiert einen Bruch zu älteren Orientierungshilfen der EKD, einen Bruch mit eindeutigen Bibel- und Bekenntnisaussagen und stellt sich zu ihnen in Widerspruch.

Der Ausgangspunkt der sogenannten Orientierungshilfe ist ein gesellschaftspolitischer und kein biblisch-geistlicher. Freiheit und Gleichheit werden hier nicht biblisch-theologisch im Verständnis der Reformation, sondern im Sinne einer modernen Gesellschaft gedacht.  Ehe und Familie im herkömmlichen Sinn genießen kein Privileg mehr. Jede Lebensform, „die verlässlich, respektvoll und fürsorglich gelebt wird“, verdient dieselbe Würdigung. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden auch in theologischer Hinsicht als gleichwertig anerkannt. Alle sollen sich angenommen und wohlfühlen dürfen. Die Ehe „bis der Tod euch scheidet“ verliert an Sinntiefe und Verbindlichkeit, vielmehr wird intensiv von der Scheidung und Begrenztheit der Ehe gedacht. Ein evangelisch-ethisches Profil ist nicht erkennbar. In der Absage an jedes „normative Verständnis der Ehe als göttliche Stiftung oder natürliche Schöpfungsordnung“ stellt sich diese Orientierungshilfe in Gegensatz zum lutherischen Bekenntnis. (Siehe Großer Katechismus Martin Luthers – Erklärung zum 6. Gebot )

Die EKD  will offensichtlich als progressive gesellschaftliche Kraft gelten, weniger als Glaubensgemeinschaft, die der Säkularisierung und dem Meinungsstrom der Zeit wehrt. Die Selbstsäkularisierung der Ev. Kirche strebt einmal mehr einem Höhepunkt zu. Keine der großen Weltreligionen leistet sich eine Verweltlichung dieses Ausmaßes.

Der Geist des Bundesverfassungsgerichts, der Geist der unbeschränkten Gleichheit (Genderismus) und der vorherrschende Zeitgeist hatten Vorrang vor dem Heiligen Geist, dem Geist der Treue zu den Grundlagen der Kirche, des evangelischen Glaubens.

In den Bezugnahmen auf biblische Texte werden die Texte hermeneutisch antibiblisch uminterpretiert. Der Umgang mit der Bibel ist ein laxer, Bibeltexte, die strenger anmuten, werden entschäft.

Für die Ökumene bedeutet diese unevangelische, schrift- und bekenntniswidrige Orientierungshilfe einen ernst zu nehmenden Rückschlag und eine weitere Belastung.

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften, die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland und die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutchland distanzieren sich in aller Schärfe von dieser die Ehe abwertenden Orientierungshilfe der EKD und ermutigt die Christen, weiter unbeirrt am biblischen Bild von Ehe und Familie festzuhalten.

Pastor Ulrich Rüß

1.Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Vorsitzender der KBG (Konferenz Bekennender Gemeinschaften in Deutschland) und Präsident der IKBG (Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften)

Der Kirchentag in Hamburg. Ein Rückblick.

Den Kirchentag konnte man durchaus ambivalent wahrnehmen. Es gab viele gute Begegnungen und stärkende Gemeinschaftserfahrungen. Wann erlebt man schon so viele Christen, die das Bild einer ganzen Metropole prägen, optisch und akustisch! Das Programm bot bei der Fülle von über 2500 Veranstaltungen viele interessante Vorträge, Gottesdienste, Bibelarbeiten und Konzerte. Jeder konnte sich – je nach Interesse und individueller Theologie und Frömmigkeit – seinen eigenen Kirchentag zusammenstellen. Pluralismus pur.

Unter dem Kirchentagsmotto „Soviel du brauchst“ lag der Schwerpunkt  bei den Foren in der sozialen Gerechtigkeit, einem aktuellen Thema. Mit moralisch-ethischen Appellen bezog man Stellung für die Armen, gegen Gier und Geiz. Ging es doch auf diesem Kirchentag primär um eine „protestantische, gesellschaftspolitische Zeitansage“. Der Einsatz für den Nächsten im Sinn einer globalen Nächstenliebe ist zu begrüßen. Schließlich ist die Nächstenliebe Sache jedes Christen. Es bleibt die Erkenntnis, dass bei allem Bestreben die Gerechtigkeit auf der Welt nicht machbar ist – auch nicht durch uns Christen.

Kritisch ist zu sehen, dass prominente Politiker den Kirchentag offenkundig als willkommene Wahlkampfbühne nutzten. Auffällig auch, wie Kirchentagsleitung, Kirchenleitende  und Politiker (vor allem von der SPD und den GRÜNEN) Seite an Seite dieselbe Sprache führten – ganz im Sinne des rot-grünen Projekts.

Zu kritisieren ist die Einseitigkeit des Kirchentages. Bei der Überfülle des Angebotes vermisste man die Konzentrierung auf die Mitte des christlichen Glaubens, die Zentrierung auf Jesus Christus. So wichtig das Bedenken der weltlichen Gerechtigkeit ist, so viel wichtiger ist das gleichzeitige Bedenken jener himmlischen Gerechtigkeit, die mit dem gekreuzigten und auferstandenen Christus gegeben ist. Geht es doch nicht nur um das, was der Mensch für sein irdisches Leben braucht, sondern um das, was er für die Gemeinschaft mit Gott hier und in Ewigkeit braucht. Man vermisste neben dem Aufruf zur Nächstenliebe den stärkeren missionarischen Aufruf zur Gottesliebe und die breit angelegte authentische Verkündigung und Bezeugung des Evangeliums, die intensivere Beschäftigung mit Glaubensinhalten und der „gesunden Glaubenslehre“.

Der Kirchentag hatte seine Schwachseite in der Einseitigkeit und Fragwürdigkeit der theologischen Ausrichtung. Im interreligiösen Dialog – und nicht nur dort – erlebte man die „Diktatur des Relativismus“ unter Vernachlässigung des Anspruchs christlicher Wahrheit. Genderideologie und Feminismus durften „missionieren“. Muslime bekamen zwei Stände auf dem Markt der Möglichkeiten. Juden, die an Jesus Christus als den Messias glauben, wurden bei aller ansonsten uferlosen Toleranz jedoch ausgeschlossen. Dieser Ausschluss ist zutiefst unchristlich und steht im Widerspruch zum Evangelium. Ein Makel für den Kirchentag.

Befürworter eines uneingeschränkten Schutzes ungeborener Kinder waren ebenso unerwünscht und wurden ausgegrenzt  wie Beratungsangebote für Homosexuelle, die ihre sexuelle Identität nicht finden können. Hier hatte die ansonsten uferlose Toleranz ihre Grenzen. Willkommen dagegen waren Vertreter polyamouröser Beziehungen, die Liebesbeziehungen zu mehreren Partnern gleichzeitig als christlich ethisch verantwortbar propagierten.

Resümee: Der Kirchentag hat große Chancen, Christen zu sammeln, zu stärken und zu ermutigen, Chancen, die Kirche in den Fokus der Gesellschaft zu stellen. Er sollte sich daher nicht mit einer jeweils neuen protestantischen gesellschaftspolitischen Ansage begnügen. Vielmehr sollte er auch die Chance nutzen, Gott und die Botschaft von Jesus Christus stärker als bisher unters Volk zu bringen. Das erfordert mehr Hinwendung und Konzentration auf das „Kerngeschäft“ des kirchlichen Auftrags. Mehr evangelisches Profil, weniger Zerfaserung, weniger Ideologie, mehr christliches Selbstbewusstsein.

Pastor Ulrich Rüß
Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG)

 

Zur Papstwahl von Franziskus I.

Überraschend wurde zum ersten Male in der Geschichte mit dem Erzbischof Jorge Mario Bergoglio ein Lateinamerikaner zum Papst gewählt. Man darf gespannt sein, wie er sein Amt wahrnimmt und welche theologischen Schwerpunkte er als Nichteuropäer in seinem Pontifikat verfolgt. Mit dem Namen Franziskus bekennt er sich zu dem Heiligen Franz von Assisi, der sich als Anwalt der Armen verstand.

Wir gratulieren dem neuen Papst Franziskus I. und wünschen ihm für sein herausragendes Leitungsamt mit übermenschlichem Erwartungsdruck vor allem die Kraft und den Beistand des Heiligen Geistes, die unerschütterliche Standfestigkeit und Treue zum Evangelium und den unveränderbaren Grundlagen christlichen Glaubens. Wir hoffen auf eine Weiterführung des christuszentrierten, bewahrenden Glaubenskurses von Benedikt XVI., wie er in seinen Jesusbüchern zum Ausdruck kam.

Wir wünschen ihm jene Weltoffenheit, die die Herausforderungen der Zeit aufnimmt, aber dem Relativismus, Zeitgeist und Säkularismus wehrt.

Damit wäre der neue Papst ein wichtiger Impuls, Hilfe und Korrektur für die weltweite Ökumene.

Pastor Ulrich Rüß

Ordinariat für Lutheraner

Die vom Präfekten der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, erwogene Möglichkeit eines Ordinariats für Lutheraner gibt der Ökumene eine neue, bisher nicht vorstellbare Dimension und einen neuen Impuls für das ökumenische Gespräch. Die entscheidende Frage ist: kann ein Lutheraner in einem lutherischen Ordinariat innerhalb der röm.-kath. Kirche leben, ohne seine „lutherische Identität“ zu leugnen, und was bedeutet es, dass die kath. Kirche den Lutheranern erlauben könnte, „die legitimen Traditionen, die sie entwickelt haben, beizubehalten“? Hier besteht Klärungsbedarf.

Es gibt im weltweiten Luthertum eine nicht näher zu beziffernde Zahl von Einzelnen und Gruppen von Lutheranern, die die Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft mit der kath. Kirche suchen, ohne konvertieren zu müssen. Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass Luther keine Kirchenspaltung, sondern eine Reform der Kirche wollte, und dass die durch das 2. Vatikanische Konzil veränderte kath. Kirche von heute nicht gleichzusetzen ist mit der desolaten Kirche, wie sie zur Zeit Luthers herrschte. Mancher sieht das Zentrum des christlichen Glaubens und der lutherischen Reformation in der „real existierenden luth. Kirche“ schlechter aufgestellt als in der kath. Kirche.

Ein großer Teil der luth. Kirchen würde allerdings in dem Ordinariat für Lutheraner ein Modell der sog. „Rückkehrökumene“ (zurück nach Rom) sehen und diese Form der Ökumene ablehnen.

Der offizielle ökumenische Dialog der luth. Kirche mit Rom stagniert. Evangelischerseits bedeutet Ökumene heute, lediglich gegenseitige Anerkennung dessen was ist, ohne die Fragen nach der Wahrheit in Glauben und Lehre zu stellen und zu bearbeiten und das Ziel einer Gesamtkirche im Auge zu behalten. Somit tritt die Ökumene auf der Stelle. Erschwerend kommt hinzu, dass die evangelische Kirche ihre reformatorische Identität im Sog von Säkularisierung und Zeitgeist gefährdet und durch ihren Pluralismus ein unberechenbarer ökumenischer Gesprächspartner ist.

Ein intensiver ökumenischer Dialog, der die Frage nach der Wahrheit einschließt, ist dringend geboten. Dieser Prozess bedeutet hartes theologisches Arbeiten unter Anrufung des Heiligen Geistes. Er verändert und bewegt, geht über das gegenseitige Sichbestätigen  und Anerkennen hinaus. Die gegenwärtige nette „Begrüßungsökumene“ muss sich zur theologischen „Arbeitsökumene“ entwickeln, die neu um die Wahrheit ringt. Schließlich wollte Jesus die eine Kirche. In der Christuszentrierung hat die wahre Ökumene ihre große Chance. Daher gilt es, eine christuszentrierte-trinitarische Bekenntnisökumene anzustreben und zu leben, wo die elementaren gemeinsamen Bekenntnisgrundlagen in ihrer heutigen Gefährdung vertieft werden. Die gemeinsame Zentrierung auf die Mitte des Glaubens ermutigt auf dem Weg zur Einheit. Die Lutheraner sind für die Ökumene ein großer Gewinn, wenn sie wirklich Lutheraner im Sinne Luthers sind.

Pastor Ulrich Rüß

 

Zum Rücktritt Papst Benedikts XVI.

Diesem Rücktritt gebührt Respekt, wenngleich er völlig überraschend kommt und Betroffenheit auslöst. Papst Benedikt XVI. stand mit seinem Pontifikalamt für eine Kirche, die sich nicht dem großen Meinungsstrom und Zeitgeist anpasst. Das hat ihn Sympathie nicht nur in der öffentlichen Meinung, sondern auch im katholischen Bischofskollegium gekostet. Seine Mahnungen vor dem Einfluss des Säkularismus in der Kirche, dem Zeitgeist, der Diktatur des Relativismus und der Beliebigkeit, und auch sein Eintreten für die Neu-Evangelisation  Europas haben zeitlose Bedeutung und geben Orientierung des Glaubens über alle Konfessionsgrenzen hinweg, auch bei allen Bekennenden Gemeinschaften.  Beeindruckend seine theologische Gradlinigkeit, Standfestigkeit und Demut, sein unermüdliches Christuszeugnis.

Zentrum seiner Theologie war die Christologie, wie sie auch in seinen Jesusbüchern zum Ausdruck kam. Gerade diese Christuszentriertheit hatte eine tiefe ökumenische Dimension von großer Tragweite. Im Rückblick wird man feststellen müssen, dass die Evangelische Kirche es leider versäumt hat, nicht intensiver den ökumenischen Dialog mit diesem Papst gesucht zu haben, der wie kein anderer zuvor so evangelisch-christuszentriert gelehrt und verkündigt hat. Das wird man im Rückblick in weniger aufgeregten Zeiten vermutlich bedauern.

Bei Papst Benedikt XVI. waren, wie bei keinem anderen Kirchenführer und Theologen, in seiner Theologie brillante Intellektualität,  Argumentationsfähigkeit mit tiefe Frömmigkeit verbunden.

Bei allen verbleibenden theologischen Unterschieden hat dieser Papst in seinem schweren Pontifikat auch für Evangelische Christen ermutigende und den Glauben stärkende Maßstäbe gesetzt. Dafür gebührt ihm Achtung und Dank.

Pastor Ulrich Rüß

 

Erste Kirche wird zur Moschee

Mit der Umwandlung der Kapernaumkirche in Hamburg-Horn zur Moschee ist eine Grenze überschritten. Halbmond statt Kreuz, Gebetsnische statt Altar – ein Fanal und eine Herausforderung für Christen aller Konfessionen. Wer auf ein besseres Miteinander zwischen Christen und Muslimen gehofft hatte, sieht sich getäuscht.

Wenn der Vorsitzende des Rates der islamischen Gemeinschaft in Hamburg von einem „Signal für eine offene Gesellschaft“ spricht und sagt „unsere Türen stehen allen offen“, diesen Vorgang als ein Beispiel von Integration und Dialog zwischen Islam und Christentum sieht, wirkt das befremdlich und zynisch. Selbst wenn alles rechtlich korrekt ist, fehlt es an der gebotenen Sensibilität.

Für die Integration und den interreligiösen Dialog ist die Umwandlung der Kirche in eine Moschee geradezu kontraproduktiv. Es fehlt offensichtlich an Respekt und dem Ernstnehmen religiöser Gefühle der Christen und verstößt gegen den Geist eines besseren Miteinanders. Man konnte um die Leitlinien der EKD von 2007 zum Verkauf von Kirchen wissen. Danach sollte keine Kirche in eine Moschee umgestaltet werden können. Wenn das islamische Zentrum Al-Nour dies dennoch vollzieht, hilft kein Schönreden unter Bezug darauf, dass „Juden, Christen, Muslime Völker der Offenbarung sind“.

Die Umwandlung der Kirche zur Moschee offenbart, wie weit in unserer Gesellschaft die Säkularisierung und die Verstärkung des islamisch-religiösen Machtanspruches fortgeschritten sind.

Pastor Ulrich Rüß, Hamburg
Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland
Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in der EKD (KBG)
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG)

 

 

Gut besuchte Herbsttagung

 

Die diesjährige Herbsttagung der Kirchlichen Sammlung fand am 17. November in der St. Anschargemeinde zu Hamburg-Eppendorf statt. Über 100 Gäste besuchten die Tagung, in deren Zentrum der Vortrag von Altbischof Prof. Dr. Ulrich Wilckens, Lübeck, zum Thema „Die Heilige Schrift und ihre Bewahrung heute“ stand.

Seine Ausführungen stellte Prof. Wilckens unter folgende Teilabschnitte:

1. Die Problematik der Bibelauslegung heute
2. Das Wort und das Handeln Gottes selbst in der Schrift
3. Die Überwindung der Aufklärung als Weg zum Lesen der Bibel als Heilige Schrift

Der Vortrag fand unter den Zuhörern eine starke Resonanz und führte zu lebhaftem Dialog.

Er soll in Kürze gedruckt vorliegen und kann hier bestellt werden.

Präses Nikolaus Schneider und die seelsorgerliche Begleitung beim Suizid

 

Der Präses der EKD würde eine organisierte Suizidbeihilfe seelsorgerlich begleiten, wenn er darum gebeten werde. So ließ er Journalisten auf Befragen wissen. Hier ist eine Klarstellung vonnöten:  Seelsorge gilt allen aber nicht allem. Ärztlich assistierter Suizid ist nach dem Verständnis christlicher Ethik  nicht zu bejahen, erst recht nicht die seelsorgerliche Begleitung eines selbstbestimmten Sterbens. Präses Schneider hat mit seiner Stellungnahme zur seelsorgerlichen Begleitung bei der Selbsttötung ein Seelsorgeverständnis zum Ausdruck gebracht, das Sünde begleitet anstatt ihr entgegenzutreten. Die ökumenische Gemeinsamkeit, jede Form aktiver Sterbehilfe zu verneinen, ist  aufgegeben worden, die Trennung zwischen den Konfessionen vertieft. Man profiliert sich als Menschenversteher, spielt die vermeintliche Liebe zum Menschen und den Willen Gottes gegeneinander aus. Und das zu Lasten gemeinsamer christlich-ethischer Grundsätze. Hier offenbart sich für die evangelische Kirche ein ethischer Relativismus, der sich mehr von Menschengfälligkeit und Zeitgeist leiten lässt als vom Wort Gottes.

Als „ethisch verwerflich“ verurteilte die Bischofskonferenz der kath. Kirche die öffentliche Duldung und Förderung jeder Form von institutionalisierter Suizidhilfe, „deren hauptsächlicher Zweck darin besteht, Notleidenden eine schnelle und effiziente Möglichkeit für die Selbsttötung anzubieten.“ Es sollte ökumenisch-ethischer Konsens sein, dass es niemand zusteht, über Wert und Unwert menschlichen Lebens zu entscheiden und dieses vorzeitig zu beenden. „Das Leben eines jeden Menschen – gerade auch des hilfsbedürftigen, alten, kranken und verzweifelten – ist unbedingt zu schützen.“

Seelsorgerliches Handeln setzt sich ein für eine Förderung palliativ-medizinischer Versorgung und Ausweitung der Hospizangebote für Sterbenskranke. Die begleitende Seelsorge an Sterbenskranken lässt sich leiten vom Gebet, vom Evangelium, dem Zuspruch christlicher Hoffnung auf das ewige Leben, von Beichte und vergebener Schuld und dem Empfang des heiligen Abendmahles. So ist sie christuszentriert mit der Zuversicht des geöffneten Himmels.

Ulrich Rüß

Esoterik hat in der Kirche nichts zu suchen

 

Die Weisheit der Schamanen, das Aneignen von Hexenwissen, der Glaube an Ufos, Kontakte mit außermenschlichen Wesenheiten, Sternenglaube, Spiritismus und okkulte Praktiken, Heilsteine und Pendeln  – was hat das mit Kirche zu tun? Nichts! Sie gehören aber in den Bereich der Esoterik, einer quasireligiösen Bewegung, einer individuell, nach eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten zusammengestellten Frömmigkeit, einer Frömmigkeit, die letztlich ohne Gott auskommt, den dreieinen Gott nicht kennt, allenfalls von dem Göttlichen spricht. Die gegenwärtige Esoterikwelle erfreut sich breiten Zuspruchs und ist ausgesprochen vielschichtig. Sie ist gekennzeichnet von der Suche nach Sinn, Lebenshilfe und außergewöhnlichen, übersinnlichen Erfahrungen und Erlebnissen mit dem Ziel eines kosmischen Bewusstseins. Sie lockt mit Heilungsversprechen und bekennt die Selbsterlösung: Alle Kräfte der Heilung und Erlösung liegen im Menschen selbst. Dabei geht es um das Eins-sein mit der Natur. Was hat das mit Kirche zu tun? Nichts! Kirche ist nach dem Augsburger Bekenntnis, Artikel 7 „die Versammlung der Gläubigen, bei denen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente dem Evangelium gemäß gereicht werden.“ Für die Kirche ist das Bekenntnis zum dreieinen Gott, zu Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen als Herrn und Erlöser konstitutiv. Die Kirche lebt vom Worte Gottes und den heiligen Sakramenten, Taufe und Abendmahl. Eine Frömmigkeit gegen oder ohne den uns in der Heiligen Schrift bezeugten und geoffenbarten dreieinen Gott, eine Frömmigkeit ohne Christus als Mitte des Glaubens und Lebens hat in der Kirche keinen Platz. Uns geht es daher nicht um magische Wirklichkeit einzelner Techniken, um intuitive Erkenntnis, sondern um die seligmachende Erkenntnis Jesu Christi. Unser Glaube ist ein Geheimnis, wie Gott ein Geheimnis bleibt. Als Christen leben wir aus dem Mysterion Gottes, machen mit ihm unglaubliche Erfahrungen, haben Teil an diesem Mysterion (Geheimnis) in den Sakramenten, wo ER uns und wir IHM begegnen, unsichtbar, unfassbar, mit dem Verstand nicht zu ergründen. Selbstverständlich übersinnlich.

Blasphemie taugt nicht als Mittel des Protestes

 

Bei der Berichterstattung des Prozesses gegen die drei Frauen der Pussy-Riot Punkband wird der Aspekt der Blasphemie kaum beachtet, vielmehr fokussiert man sich auf die Menschenrechte, das Recht zur Opposition und die Meinungsfreiheit. Dabei wird der blasphemische Hintergrund bemerkenswerterweise wenig berücksichtigt, meist übergangen. Auch in Deutschland bliebe ein vergleichbares Vorgehen nicht straffrei. Bei der berechtigten Kritik an der Höhe des Strafmaßes sollte man nicht übersehen, dass die drei Angeklagten mit ihrem Protest bewusst in dem für russisch-orthodoxe Christen besonders ehrwürdigen und heiligen Raum, der Christ-Erlöser-Kathedrale auftraten, um besonders starke mediale Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dabei war ihr sog. Punkgebet im Altarraum eine Litanei von Blasphemie. (Warum wurde sie kaum vermittelt?) Sie haben damit ganz bewusst die religiösen Gefühle der russischen Kirche und ihrer Gläubigen verletzt. Jeder Christ müsste sich von dieser Blasphemie distanzieren. Die berechtigte Kritik an Politikern und Kirchenleuten ist das eine, die Zurückweisung der Blasphemie das andere. Der wünschenswerte Einsatz für Menschenrechte wird konterkariert, wenn er zu Lasten der religiösen Gefühle und Frömmigkeit geht. Daher sollte generell gelten: Blasphemie taugt nicht als Mittel des Protestes. Dabei ist zu fragen: Wo war hier bei aller verständlichen Urteilsschelte die ökumenische Solidarität mit der russisch-orthodoxen Kirche?

Ulrich Rüß

Der Hamburgische Staatsvertrag mit Muslimen und Alewiten und der Verlust des evangelischen Religionsunterrichts

 

Die zwischen der Stadt Hamburg und den muslimischen Verbänden sowie der Alevitischen Gemeinde ausgehandelten Verträge sind kritikwürdig. Islamische Feiertage werden mit christlichen Feiertagen gleichgestellt, der Bau von Moscheen grundsätzlich genehmigt. Muslimische Verbände und die Alevitische Gemeinde bekommen staatliche Anerkennung. Diese Verträge wurden an der Bürgerschaft vorbei ausgehandelt.

Es ist wünschenswert, wenn sich Muslime und Aleviten als gleichberechtigte Bürger in Hamburg mit gleichen Rechten und Pflichten in Bindung an die Verfassung verstehen können. Schließlich hat der Staat ein Interesse, einen verfassungskonformen, liberalen Islam zu fördern, um so eine Abgrenzung zum weltweiten   Islamismus und poltisierenden Islam deutlich zu machen.

Gemäß dem Vertrag soll aber der ev. Religionsunterricht in Zukunft gemeinsam mit muslimischen und alevitischen staatlich examinierten Lehrern durchgeführt werden. Überzeugte Christen sollten dagegen protestieren und für den Erhalt bzw. die Verbesserung des ev. Religionsunterrichtes eintreten.  Gegenwärtig wird der ev. Religionsunterricht in Hamburg faktisch weitgehend nicht erteilt, obwohl er nach dem Gesetz verpflichtend und ordentliches Lehrfach ist. Die christlichen Glaubensgrundlagen wurden bisher leider nur unzureichend vermittelt. Dabei ist ihre Kenntnis  gerade in Zeiten des interreligiösen Dialogs von zunehmender Bedeutung, zumal Hamburg durch die christliche Tradition und Kultur geprägt ist.

Völlig unverständlich ist die Stellungnahme der Nordkirche, die diese Verträge begrüßt. Sie lässt ein selbstbewusstes Auftreten gegenüber dem Hamburger Senat vermissen. Die  notwendige Förderung des interreligiösen Dialogs und das gute Einvernehmen mit Muslimen kann nicht zur Relativierung des christlichen Glaubens und der Preisgabe des christlichen Religionsunterrichtes führen. Im Gegenteil: ein möglicher islamischer Religionsunterricht bedarf eines vertieften, in die Glaubensgrundlagen einführenden christlichen Religionsunterrichtes. Hier sollte die Nordkirche genauso handeln wie die katholische Kirche, die an ihrem Religionsunterricht festhält.

In Zukunft wird es Hamburg aber keinen ev. Religionsunterricht mehr geben, sondern einen interreligiösen Religionsunterricht. Dieser muss dann zwar in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz, nicht aber in Übereinstimmung mit dem christlichen Glauben und schon gar nicht in Übereinstimmung mit Bibel und Bekenntnis erteilt werden. Im Verständnis einer sogenannten Abrahamitischen Ökumene (Judentum, Christentum, Islam) hat der Jesus Christus der Bibel keinen Platz. Die Wahrheit des Glaubens in Christus muss der Relativierung der Religionen weichen. Die christliche Identität wird preisgegeben und das zugunsten einer verstärkten Islamisierung unserer Gesellschaft. Die Muslime können jubeln. Sie werden selbstverständlich weiter ihre Koranschulen fördern, wo es dann getrost auch etwas islamistischer sein darf, unbeschadet des Staatsvertrages.

Wie will man bewusst evangelischen Eltern begreiflich machen, dass ihre Kinder im Fach Religion von muslimischen Lehrern, ggf. einer Kopftuch tragenden Muslima unterrichtet werden sollen? Hier sind die Eltern in ihrer Verantwortung gefordert, sich bei Kirche und Staat gegen die Entstellung und Aushöhlung des ev. Religionsunterrichtes zu stellen, zu protestieren und nötigenfalls das Kind aus dieser Art des Religionsunterrichtes abzumelden.

Der Islam ist von seinem Selbstverständnis nicht als eine Religion in westlichem Sinne zu verstehen, sondern als politischer Machtfaktor Allhas über die ganze Welt.  Dieser in den muslimischen Staaten gelebte und propagierte religions-politische Machtanspruch findet seine Legitimation im Koran. Nach wie vor wird die Scharia (im Gegensatz zum Grundgesetz) angestrebt und der Koran verbindlicher angesehen als das Grundgesetz.

Im Rahmen des umstrittenen Staatsvertrages ist von besonderer Wichtigkeit, dass Muslime und Christen in diesem Zusammenhang hinweisen auf jene vom Islam geprägten Länder, wo Christen die Menschenrechte vorenthalten werden, sie benachteiligt, gefoltert und verfolgt werden, wo Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekehren, umgebracht werden, wo die Bezeugung des christlichen Glaubens verboten und mit drakonischsten Strafen sanktioniert wird. Wenn hier islamische Feiertage anerkannt und Moscheen gebaut werden dürfen, ist der Verweis auf jene vom Islam geprägten Länder geboten, wo weder christliche Theologen ausgebildet noch christliche Gotteshäuser errichtet werden dürfen. Dies sind wir den verfolgten Christen schuldig.

Ulrich Rüß

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